Hamburg-Marathon – Ein Lauf als Sehenswürdigkeit

Für Freunde der Hansestadt Hamburg gehört der Marathon zum Norden, wie Fisch und Hafen. Diese sportliche Sehenswürdigkeit wurde erstmals 1986 ausgetragen und feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag. Im April treffen sich professionelle und Freizeit-Sportler_innen im Norden Deutschlands und tragen mit über 12.000 Paar Füßen ein Event aus, das allein durch seine Masse an Zuschauern eine Sehenswürdikeit an sich ist.

Das Besondere am Hamburg-Marathon

Der Hamburg-Marathon ist weder von besonderer Bedeutung für den Spitzensport noch weist er eine anspruchsvolle Streckenführung auf, er zieht seine Faszination aus der puren Masse an Teilnehmern und Fans entlang der Strecke. Mit rund einer Million Besuchern zwischen Start und Ziel, gilt er als der zuschauerstärkste Marathon der Welt. Es ist ein Spektakel sich all die internationalen Menschen anzusehen, die die Laufstrecke säumen und mit Freude all die Freizeitsportler und Spitzenathleten gleichermaßen anfeuern.

Gerade die Jedermänner und -frauen, die jedes Jahr zu Tausenden das leichte Auf und Ab der Hamburger Straßen auf sich nehmen, machen diese Veranstaltung zu einem Schauspiel entlang vieler Sehenswürdigkeiten der Stadt. Bereits 1986, im Jahr der Premiere, nahmen etwa 8.000 Läuferinnen und Läufer teil. Knapp 20 Jahre später, 2005, war Hamburg mit über 16.000 Zieleinläufer_innen der zehntgrößte Marathon weltweit.

Die Strecke entlang der Sehenswürdigkeiten

Seit der Gründung wurde die Strecke von 42,195 km mehrfach leicht verändert. Heute befinden sich Start und Ziel in der Karolinenstraße. Der Marathon verläuft von dort stets gen Westen durch Altona, Ottensen und Othmarschen. Nach einem Schwenk zur Elbe, geht es entlang des Hafenpanoramas zu den maritimen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Sportler_innen passieren Hafenkrähne, die Landungsbrücken und bewegen sich von dort zur Innenstadt. Über Jungfernstieg und Lombardsbrücke führt der Weg in einem langen Bogen über Barmbek, die City-Nord, Ohlsdorf, Eppendorf und Rotherbaum zurück zum Ziel.

Dänen beim Marathon

Entlang der Strecke und innerhalb der Teilnehmerschaft sind traditionell viele Dänen. Für sie ist es eine der wichtigsten Laufveranstaltungen der Saison, was vor allem an Hamburgs günstiger räumlicher Lage zum südlichen Skandinavien liegt. Man sollte sich also nicht wundern, wenn überall dänische Fahnen, Trikots und Stimmen zu sehen und hören sind.

Anekdoten und Erinnerungen vom Hamburg-Marathon

Bereits vier mal wurden die Deutschen Meisterschaften im Marathon in Hamburg ausgetragen, zuletzt 2011.

Ein wichtiger Teil dieser temporären Sehenswürdigkeit im Herzen der Stadt ist die Veranstaltung für Rollstuhlfahrer. Viele Handbiker aus dem gesamten Norden und aus Skandinavien zeigen ihre Künste und Fähigkeiten im Vorfeld der Laufveranstaltung.

Zwischen 1998 und 2005 gab es zusätzlich einen Wettbewerb für Inlineskater. Das ausgehende 20. Jahrhundert war von einem Boom der Skater beflügelt, die für 8 Jahre Teil der Marathon-Szene sein sollten. Von anfänglich gut 350 Startern konnte sich das Rennen schnell etablieren und zog auf seinem Höhepunkt 2002 stolze 2504 Sportler_innen an. Damals zählte das Event gar für den Weltcup der Inlineskater. Nachdem sich 2005 nur noch rund 500 Menschen anmeldeten, wurde der Wettbewerb aus dem Programm gestrichen. Viele Fans entlang der Strecke trauerten den Skatern hinterher, da ein Teil der Amateure je eine Staffel von HSV-, bzw. St. Pauli-Spielern war, die eine inoffizielle Stadtmeisterschaft austrugen.

Der nächste Marathon in Hamburg findet am 17. April 2016 statt. Besuchen Sie eine der weltgrößten sportlichen Sehenswürdigkeiten und verbinden Sie es mit einer Tour durch unsere wunderschöne Hansestadt.

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